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Beobachtungen:

Hochspannungskabel für Gleichstom, Deutschland-Schweden

Im Bereich der Halbinsel Priwall gegenüber von Travemünde verläuft am östlichen Ende, an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, das Hochspannungskabel in der Erde über die rund 300 m breite Landzunge.

Das Kabel ist für 450 kV Gleichspannung ausgelegt. Seine Nennleistung beträgt 600 MW.

Der Einfluß des Kabels ist noch in vielen Metern Entfernung zu spüren (auf Parkplatz noch bis etwa 200 m).

In Lübeck-Herrenwyk geht von der Übergabestation mit Gleich- und Wechselrichter der Strom zunächst über zwei Kabel durch die Trave bis zum Priwall und von dort in die Ostsee. Außerhalb der Küste ist die eine Leitung im Meerwasser an eine große Ringelektrode angeschlossen, von der der Strom dann durch das Wasser fließt.
Auf diese Weise wurde ein zweites Kabel durch das Meer eingespart.



interaktives Luftbild mit GoogleEarth

baltic-cable.kmz

gelb: Luftlinie = logische Verbindungslinie mit definierten Punkten:
Umspannwerk Deutschland,   Herrenwyk              N53 53 45.1 E10 48 08.5
Umspannwerk Schweden,                                 N55 30 02.3 E13 08 46.4
Verlauf des Kabels am Priwall,                            N53 57 15.1 E10 54 13.2
Übergang vom Kabel zur Freileitung in Schweden   N55 25 26.1 E13 03 44.0

https://de.wikipedia.org/wiki/Baltic_Cable
http://www.balticcable.com/


Aufbau von Kabeln und Leitungen  kabel-eigenschaft.htm

Spürbare Eigenschaften von einem 20 kV Kabel im Erdboden vergraben reichen bis etwa 50 m weit.   stromkabel.htm

img_5228_g.jpg
Abb. 01: Die Übergabestation des Baltic-Cables in Lübeck-Herrenwyk, zwei Kabel: (links) Erdpotential, (rechts) Hochspannung  450 kV, 1400 A, 600kW
N53 53.827 E10 47.933   (FB)
img_5231_g.jpg
Abb. 02: Das hochspannungsfeste Seekabel hat nur einen Leiter. Der andere Leiter ist das Seewasser innerhalb der Ostsee. An Land und bis in die Lübecker Bucht wird der Strom durch ein zweites Kabel geleitet. (FB)
imk_7998_g.jpg
Abb. 03: Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Hier am Strand auf dem Priwall bei Travemünde verläuft vermutlich (gespürt) das Doppelkabel an der Seeseite.
N53 57.405 E10 54.197  
Creation Date (iptc): 2007-09-03T15:45:01  (FB)
imk_7999-a_g.jpg
Abb. 04: Nach rund 300 Metern beginnt hinter der Küste zum Land hin die Dassower Wiek. Das Kabel verläuft vermutlich (gespürt) unter diesem Parkplatz (FB)
imk_8000_g.jpg
Abb. 05: zwischen Parkplatz und Wiek (FB)
imk_8001_g.jpg
Abb. 06: In der Schilfzone am Rande der Dassower Wiek verläuft vermutlich das Kabel.
N53 57.246 E10 54.200  (FB)
imk_8002_g.jpg
Abb. 07: hier in der Schilfzone am Rande der Dassower Wiek verläuft vermutlich das Kabel (FB)
priwall-002.jpg
Abb. 08:  westlich der ehemaligen Grenze verläuft die Kabeltrasse. Noch in etwa 200 Metern Entfernung davon auf dem Parkplatz an der Dassower Wiek gibt es spürbare Strukturen.
  (openstreetmap)
priwall-003.jpg
Abb. 09: rot: Verlauf der Kabeltrasse, hellgrün: Bereiche auf dem Parkplatz mit spürbaren Strukturen
(openstreetmap)



2. Die Technik

img_8520_g.jpg
Abb. 02-00: Die Umrichterstation von der Trave aus gesehen.
Rechts vor dem Gebäude kommt das Gleichspannungskabel an. Links geht die Wechselspannung über die drei Leiter weiter in das Netz. (FB)
img_5256_g.jpg
Abb. 02-01: Übergabe an die 380 kV Leitungen (FB)
img_5250_g.jpg
Abb. 02-02: Filter für die Oberwellen mit Kapazitäten und Induktivitäten (FB)
img_5213_g.jpg
Abb. 02-03: Filter für die Oberwellen mit Kapazitäten und Induktivitäten (FB)
img_5215_g.jpg
Abb. 02-04: Filter für die Oberwellen mit Kapazitäten und Induktivitäten (FB)
img_5242_g.jpg
Abb. 02-05: Kaskade mit Thyristoren (FB)
img_5246_g.jpg
Abb. 02-06: Kaskade mit Thyristoren, die Elemente sind wassergekühlt (FB)
img_5248_g.jpg
Abb. 02-07:  6 kV Thyristor, 78 Stück in Reihe, Zündanschluß seitlich (FB)
img_5218_g.jpg
Abb. 02-08: Reservetransformator, die Isolatoren sind wetterfest verpackt. (FB)
img_5237_g.jpg
Abb. 02-09: Schaltschema:
rechts: Transformator mit Dreieck- und Stern-Schaltung
links: Kaskade mit Thyristoren. (E-ON)
img_5238_g.jpg
Abb. 02-10: Gleichrichterbetrieb:
Die Überlagerung der gleichgerichteten Spannungen von der Stern- und der Dreiecksschaltung mit führt zu einer weniger "unruhigen" Gleichspannung.  (E-ON)
img_5239_g.jpg
Abb. 02-11: Wechselrichterbetrieb:
Durch geschickte Überlagerung von Stern- und Dreiecksschaltung (i1 + i2) entsteht ein stufenförmiger aber sinusähnlicher Verlauf mit ungeraden Harmonischen (5, 7, 11, 13 usw.). Durch anschließende Filterung lassen sich die Harmonischen größtenteils unterdrücken. (E-ON)




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