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Beobachtungen:

Erfahrung-001


In einem Gymnasium hat der Autor kurz vor den Sommerferien einen Vortrag gehalten über das Thema

Experimente mit Biologischen Sensoren.

Auf der Suche nach unbekannten Kräften -ungewöhnliche physikalische Experimente   

      
Folien (PDF)

Der Saal war die Aula der Schule, die noch für die Abiturarbeiten während der Corona-Zeit 07/2020 mit weit auseinanderstehenden Tischen und jeweils einem Stuhl davor ausgerüstet war. Es hatten etwas mehr als 20 Schüler an den Tischen Platz genommen.

Während des Vortrages gab es mehrere Experimente:

1. Strukturen bei einer einzelnen Batterie   / Strukturen zwischen zwei Batterien längs einer gemeinsamen Achse
2. Fließendes Wasser und wechselnde Magnetfelder bei 1 mA und 5,1 Hz
3. Ein LED-Strahler in einer Stahlkassette lag auf den Betonfußboden mit Strahlrichtung nach unten,
      Beobachtung der zeitlichen Veränderung der spürbaren Struktur nach Einschalten der LED.
      Es entstand in etwa einer Minute ein fast saalfüllendes "Phantom", das ständig anwuchs und nach Ausschalten
      langsam wieder schrumpfte.
4. 50 m Glasfaserleitung in großen Schleifen zwischen den Tischreihen auf dem Boden verlegt.
      Nach Einspeisen einer LED-Lichtquelle in die Faser hatten die Schüler die Aufgabe, entlang der Faser zu gehen
      und zwar in Richtung zur Lichtquelle und von ihr weg.

und nach dem Vortrag beim Aufräumen weitere Versuche mit einigen (nun "aufgeweckten") sensitiven Interessierten.

5.  Strukturen bei einer Banane, Durchschieben durch die Gummiband-Schlaufe von einer Mund-Nasen-Schutz-Maske,
     Abreiben der Banane mit einem Stück Wismut
     Abreiben einer Batterie mit einem Stück Wismut.



Ergebnis:

1. Etwa die Hälfte der Schüler war in der Lage, spürbare Strukturen bei einer Batterie
  •            wahrzunehmen und
  •            deren Länge anzugeben.
2. Vier Schüler konnten die Wirkung des äußerst schwachen Wechselstromes von 1 mA und 5,1 Hz noch
     in einer Entfernung von mehreren Metern wahrnehmen, wenn durch das dünne Kupferrohr Wasser floß.
     Das im Vergleich zum Erdmagnetfeld um den Faktor 106 schwächere Magnetfeld dieses Stromes kommt als Erklärung
     nicht in Frage. Daher müssen andere Übertragungsmechanismen existieren..


3.  noch keine Rückmeldung

4. Bei einer Glasfaser konnten einige Personen beim Entlanggehen die Richtung des eingestrahlten Lichtes bestimmen.

5. Bewegt man aktiven Objekten durch geschlossene Maschen, dann verändern sich deren spürbare Eigenschaften. 
    Nach dem Abreiben mit einem Stück Wismut sind die spürbaren Strukturen stark verkleinert.
    Nach "Kurzschließen" mit den Händen oder Fingern erholen sich die Strukturen wieder auf die vorherige Größe.
    Dies konnte von den Interessierten nachvollzogen werden.


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Abb. 01:  Der Saal, die Aula  (Foto: N. Schenkl)
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Abb. 02: Bühne mit Experimenten: bei einem Stück Holz gibt es spürbare (für manche Personen auch "sehbare") Strukturen, aus denen sich die Wachstumsrichtung bestimmen läßt.  (Foto: N. Schenkl)


Aufgabe 1:
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Abb. 03: Vortrag  Folie 24, links die von v.Reichenbachs Probanden 1850 beschriebene Strukturen
reichenbach.htm (FB)
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Abb. 04: Vortrag Folie 31:  Strukturen bei zwei Batterien längs der gemeinsamen Achse
bbewegte-materie.htm#kapitel-03-03 (FB)
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Abb. 05: Selber ausprobieren, spüren, "sehen", zwei 1,5 V Batterien gegeneinander (Foto: N. Schenkl)
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Abb. 06: Gibt es Strukturen? Wie lang sind sie? Auf dem Tisch liegt der Auswertebogen.
 (Foto: N. Schenkl)
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Abb. 07: Vortrag Folie 29, anders als eine 1.5 V AA-Batterie besteht diese 12 Volt Batterie aus einem Stapel von acht Knopfzellen mit je 1,5 Volt.
Diese Anordnung wirkt wie eine Reihe von konischen Körpern. Daher hat die spürbare Struktur der Batterie eine Ausdehnung von über fünf Meter und besteht aus mehreren unterschiedlichen Elementen.    konische-koerper-kurz.htm.
aus kuehlwasser-achtzehn-08.htm#kapitel-08
Abb. 08-05: ausgelegte Struktur, vorne das Holzbrett mit der Batterie (FB)
Bei einer 1,5 V Batterie sind die Strukturen weniger komplex und erheblich kleiner.
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Abb. 08:  Aufgabe 1,
1,5 V Batterie, die Schüler hatten dieses Blatt Papier vor sich liegen und sollten (falls wahrnehmbar) die Länge einer spürbaren Struktur einzeichnen, oben für den Pluspol nach rechts und unten für den Minuspol nach rechts. (FB)
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Abb. 09: Aufgabe 1,
Blatt 20, es gibt zwei Strich-Markierungen, für jede Polarität eine.
Die Zahlen (Länge in Zentimeter) wurden bei der Auswertung nachträglich hinzugefügt.
Die Abstände  15.4 und 7.3 verhalten sich etwa wie 2:1. (FB)
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Abb. 10: Aufgabe 1,
Blatt 11, die Batterien waren am anderen Ende des Zettels aufgelegt und zeigten in die entgegengesetzte Richtung.
Kugelschreiber: Die Striche in den Kreisen, die beiden langen V-förmigen Linien mit den Pfeilen an den Enden links sowie die Batterie-Symbole und die Anmerkung "druck" stammen vom Beobachter.
Bleistift: Pfeile, Zahlen (Länge in Zentimeter) und Kreise gehören zur Auswertung
Die Abstände   13.7 und 7.8  bzw.  14.7 und 5.0  verhalten sich etwa wie  2:1 (FB)
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Abb. 11: Aufgabe 1
Das Ergebnis zeigt, daß etwa die Hälfte der Schüler Angaben gemacht hat.
Damit ist der Erfahrungswert - jeder fünfte ist sensibel*-  bei diesem Versuch auf etwa jeder zweite angestiegen.
Für den Pluspol der 1,5 V Batterie ergibt sich mit großer Übereinstimmung eine Länge
von rund 15 cm.
Beim Minuspol liegen weniger Angaben vor. Der Mittelwert hier liegt etwa  bei 6 cm. Die blauen Säulen sind etwa halb so lang wie die roten.
Nr. 11 hat sowohl beim Plus- als auch beim Minuspol jeweils eine kurze und eine lange Struktur gefunden.
Die Schüler saßen mit Blick in Richtung Süden, damit sollte auf dem Zettel nach rechts die Himmelsrichtung Ost gewesen sein.

*Grundsätzlich sensibel ist nach Erfahrung des Autors etwa jeder fünfte. 
Bei Rutengängern ist die Anteil noch etwas kleiner.

Prof. Dr. Ing. Ernst Brüche, (geb. 1900)
Durchschnittlich 5 bis 10% der Menschen sollen die Rutenfähigkeit besitzen
. Das sei auch bei Reihenuntersuchungen an Studenten festgestellt worden. Daher müssen auch zahlreiche Hochschullehrer unter den Sensiblen sein. Der Referent kennt persönlich einen Ordinarius, der die Fähigkeiten besitzt, wenn er sie auch - obwohl er Geologe ist- nicht ausnutzt, und er hat von anderen gehört. Der Referent hat keinen Grund, an der Aussage dieser Sensiblen zu zweifeln, und damit muß er die Frage, ob es Reize dieser Art gibt, ebenso bejahen wie die Frage nach dem Heuschnupfen, obwohl er diesen Ausdruck allergischer Empfindlichkeit nur staunend bei glaubwürdigen Menschen zu beobachten vermag.  brueche.htm
 (FB)


Aufgabe 2:
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Abb. 12: Vortrag Folie 41: fließendes Wasser und kleinster Wechselstrom, gepulst 5 s Ton, 5 s Pause.
(Einstellung Burst: f1 = 5.1 Hz, n = 51 (10 s) und f2 = 50 mHz (20 s Periode) )
Durch das dünne Kupferrohr fließt zwischen den beiden Krokodilklemmen (Abstand ca. 1/2 m)  ein Strom von etwa 1 mA. Dessen Magnetfeld ist in einigen Metern Entfernung extrem schwach
und daher mit normalen Meßgeräten nicht zu erfassen.
       1 mA,  4 m Abstand,  ergibt         50 pT  
   zum Vergleich: das Erdfeld  ist mit  50 µT  um den Faktor  1 000 000 : 1,      106  größer.
felder.htm#kapitel-11

Beim Versuch war die Frequenz 5.1 Hz eingestellt.    elektrosmog.htm#kapitel-01 (FB)
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Abb. 13: vorne: das dünne Kupferrohr liegt auf der vorderen Tischkante und ist mit zwei Krokodilklemmen über Kabel an das Smartphone angeschlossen. Die Lampe signalisiert, wenn der Wechselstrom für 5 Sekunden fließt. Dahinter steht die Druckflasche mit Wasser.  (Foto: N. Schenkl)
Aufgabe 2:
Um den Teilnehmern das Einschalten des Wechselstromes zu signalsieren, leuchtete zeitgleich eine Glühbirne auf.
Kommentare 1-3 auf den Zetteln notiert und 4 mündlich gefragt
  1. Drücken in Kopf und Kehle
  2. leichtes Taubheitsgefühl und Kribbeln im Fuß (nimmt nach oben ab),
    bei Frequenz  ..los vor-  zurück gefühlt, und Druck auf dem Ohr wechselt
  3. "komisch", mir ist schlecht geworden, Nacken

  4. Kann es sein, daß es nach dem Angehen der Glühbirne ungefähr fünf Sekunden dauert bis ich den Effekt bemerkt habe?


Aufgabe 3:
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Abb. 14: LED-Strahler in einer Kassette aus Stahlblech. Der Lichtstrahl zeigte beim Versuch in der Aula in Richtung Betonfußboden. Dort war der Effekt schon nach einer Minute gut zu spüren.
Diese Struktur wuchs mit der Zeit ständig an. Nach dem Ausschalten war sie noch einige Zeit (als Phantom) vorhanden und bildete sich nur langsam zurück.
aus led-stress.htm#kapitel-11
Abb. 11-06: Die LED-Lampe steckt in einer Kassette aus Stahlblech, um Licht und elektromagnetische Einflüsse nach außen abzuschirmen.
Nach rund 30 Minuten gibt es auf dem Betonboden eine gut spürbare Struktur. Auch das Stahlblech ist strukturiert. Nach Entfernen von Kassette und LED konnte die entstandene Struktur im Betonpflaster und im Stahlblech mit der kleinen Taschenlampe sofort wieder gelöscht werden. (FB)

   noch keine Rückmeldungen


Aufgabe 4:
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Abb. 15: Vortrag Folie 62:
Die gelbe Lichtleitfaser (rechts unten) war entlang der Gassen zwischen den Tischreihen mäanderförmig verlegt.
Glasfaser   tallin-2018-lecture-english-low.pdf   seminar-odenwald-2014.pdf  
bbewegte-materie.htm#kapitel-05-03   (FB)
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Abb. 16:
aus bbewegte-materie.htm#kapitel-05-03
Abb. 05-03-01: Lichtleiter (Patch Cable) für die Datenkommunikation. An dem einen Ende ist eine Laser-Lichtquelle ("Rotlichtquelle") angeschlossen.  (FB)
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Abb. 17: Der Lichtleiter liegt zwischen den Tischreihen auf dem Boden. (Foto: N. Schenkl)
Aufgabe 4:
Die Teilnehmer sollten die Faser entlang gehen und zwar in beiden Richtungen.

Kommentare
  1. in der einen Richtung ist es wärmer, in der anderen kälter
  2. in der einen Richtung ist es leichter, in der anderen schwerer


Aufgabe 5:
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Abb. 18: Beobachtung (wurde von Teilnehmern bestätigt):
Die spürbare Struktur an der Spitze der Banane hatte eine Länge von etwa 20 cm. (Bei diesem Foto war die Banane zwei Tage älter und daher die Schale nicht mehr so stramm gespannt, die Struktur war jetzt kleiner.)
Schiebt man die Banane mit der Spitze voraus durch die Schlaufe aus Gummiband einer Mund-Nasen-Schutz-Maske, dann ist die Struktur nahezu verschwunden.  maxwell-zwei.htm#kapitel-04
Wird die Banane anschließend mit der einen Hand an der Spitze und der anderen am Stengel berührt ("kurzgeschlossen"), dann ist die Struktur wieder so lang wie vorher.
aktive-elemente.htm#kapitel-02   (FB)
dsco6653_g.jpg
Abb. 19: Beobachtung (wurde von Teilnehmern bestätigt):
Reibt man eine Banane oder eine Batterie rundum mit einem Stück Wismut ab, dann verschwindet die spürbare Struktur.
Anschließend --
Banane:  beide Enden mit den Händen berühren.
Batterie: die Pole mit zwei Fingern kurzschließen.
Danach sind die Strukturen wieder wie vor dem Abreiben.
wismut.htm (FB)






Literatur:  b-literatur.htm

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-   03.08.2020 F.Balck


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