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Beobachtungen:

Wärmestrahlung


1.1 Klassische Wärmestrahlung
1.2 Thermische Emission
1.3 Weitere Strahlung von glühenden Körpern


2.  Andere Art von Strahlung bei schwach erwärmten bzw. heißen Körpern
2.1  erwärmte Metallkörper
2.2  glühender Eisendraht mit Gleichstrom erhitzt
2.3  Glühdraht einer 12 V Glühbirne, Draht einer Feinsicherung
2.4  Strahler mit Halogenstab 500 W


3. Warmes Wasser
3.1 Warmes Wasser im Porzellanbecher
3.2 Unterschied - wärmer oder kälter als die Umgebung
3.3 Warmes Wasser im gläsernen Isolierglas
3.4 Wärmezufuhr erzeugt Strukturen wie bei Strömungen
3.5 Wärmestrahlung, Kältestrahlung



1.1 Klassische Wärmestrahlung

Klassische Wärmestrahlung geht sichtbar von glühenden Körpern aus.
Es gibt aber auch Strahlung von nur schwach erwärmten (d.h. nicht sichtbar glühenden) Körpern.
Diese Strahlung läßt sich mit einer Wärmebildkamera nachweisen, aber auch z.B. mit der Haut auf dem Handrücken.

imj_6450-a_g.jpg
Abb. 01-01:
aus lichtquellen.htm#kapitel-04
Abb. 04-02: Wolframband?, elektrisch geheizt (FB)

Die Höhe der Temperatur läßt sich aus der Farbe ermitteln. Ein Schmied sieht an der Farbe, wie warm sein Material ist.     planck-strahlung.htm




1.2 Thermische Emission

Aus heißen Metallen treten Ladungsträger aus. Man kann sie mit einem elektrischen Feld absaugen, sofern der Luftdruck sehr niedrig ist, d.h. wenn sich der Aufbau im Vakuum befindet.
Restliche Gasmoleküle sind der Grund dafür, daß die Ladungen auf ihrem Weg zum Auffänger behindert werden.
Je weniger Gasteilchen vorhanden sind, um so mehr Ladungsträger gelangen zum Auffänger.
Dieser Zusammenhang läßt sich in einem Vakuum-Meßgerät ausnutzen.

Glühemission: felder.htm#kapitel-04-06-02

IMH_2839_g.jpg
Abb. 01-02-01: oben: Heizdraht (weißer Draht), aus dem beim Glühen die Ladungsträger austreten
                       (Glühemission) ,
                     Wendel  (zum kurzzeitigen Ausheizen d.h. Reinigen der Elektroden)
                     in der Mitte:   Auffänger-Elektrode für die Ladungsträger (FB)
IMH_2838_g.jpg
Abb. 01-02-02:  Meßbereich von 10-2 bis 10-8  mbar
     untere Skala: Heizstrom für die Glühemission 0,1 mA (FB)
imp_4488_g.jpg
Abb. 01-02-03: Glühkathode, Aufbau wie im Röhrenfernseher oder Kathodenstrahl-Oszillograph.
aus beschleunigte-ladungen.htm#kapitel-01
Abb. 01-13: Fadenstrahlrohr: Ein Elektronenstrahl kommt aus einer Glühkathode, wird mit etwa 250 V beschleunigt und verläßt den Aufbau durch eine kleine Öffnung. Die spezielle Gasfüllung in dem Glaskolben macht den Strahl sichtbar (FB)



1.3 Weitere Strahlung von glühenden Körpern


N-Strahlen, N rayons      von R. Blondlot

n-strahlen.htm

dscn6034_g.jpg
Abb. 01-03-01: Die Sonne scheint auf die Aluminiumlinse. Im Schattenbereich können sensitive Personen Teilchenstrahlung (N-Strahlen) finden, die durch die Linsenform "gebündelt" werden. Es gibt mehrere "Brennpunkte", d.h. es sind dort einige Stellen mit höherer spürbarer Intensität.
aus  n-strahlung.htm#kapitel-03-02-02
Abb. 03-02-02-04: 29.4.2016  Ausgerichtet nach der Sonne, Blende mit 55 mm Öffnung aus feuchtem Karton. (FB)
imh_1981-b.jpg
Abb.01-03-02: Gaslaterne mit vier Glühstrümpfen (FB)
dscn6018_g.jpg
abb. 01-03-03: Gaslampe mit Glühstrumpf,  ähnlicher Aufbau wie von Blondlot benutzt. Er hatte eine Auer-Lampe (Glühkörper) zur Verfügung.
aus  n-strahlung.htm#kapitel-03-02-02
Abb. 03-02-02-03: 27.4.2016
Nach Entfernen des Käfigs auf der linken Seite beträgt nun der kleinste Abstand 30 mm.
Die Aluminium-Linse ist auf ein T-förmiges Lochblech geklebt. Die Breite der Schenkel beträgt 45 mm.
Der rechte Rand des Lochblechs liegt in der Ebene der planen Seite der Linse. (FB)
dscn6045_g.jpg
Abb. 01-03-04:  Halogenlampe als Glühkörper.
Auf dem Papier sind mehrere Striche zu sehen, die einzelne "Brennpunkte" markieren.
aus  n-strahlung.htm#kapitel-03-02-02
Abb. 03-02-02-10: 30.4.2016, Beleuchtung mit Halogen-Bilux-Birne (Autoscheinwerfer), stärkere Strukturen als bei E27-Birne (FB)





2.  Andere Art von Strahlung bei schwach erwärmten bzw. heißen Körpern

2.1 erwärmte Metallkörper

Ist ein Körper wärmer als seine Umgebung, vergrößert sich dessen spürbare Struktur, die ihn umgibt.
Deren Erweiterung hängt von der Temperaturdifferenz zur Umgebung ab.
Es reichen schon Temperaturunterschiede von wenigen Grad aus für einen merkbaren Effekt..

dsco5579_g.jpg
Abb. 02-01-01: geheizte Kupferplatte mit Thermoelement
aus aktive-elemente.htm#kapitel-01-03
Abb. 01-03-02: Kupferplatte  50 mm x 30 mm x 4 mm,
außen hartgelötet ist ein Kupferrohr für Wasser/Luftkühlung, auf der Rückseite hart angelötet der Thermocoax-Heizdraht, die Nute auf der Vorderseite ist für das Thermocoax-Thermoelement.
Bei Heizung mit Gleichstrom  13,6 V 6 A  (81 W vom  Ladegerät)      T > 270°
 (FB)

temperatur-aktive-koerper-diag01-001.jpg
Abb. 02-01-02: Radius der Struktur um die Kupferplatte gegen die Temperatur.
Linearer Zusammenhang:    100°  Temperaturunterschied  entspricht etwa 100 cm Zunahme (FB)
dsco4602-a_g.jpg
Abb. 02-01-03: Kupferzylinder, mit der Gasflamme erwärmbar.
aus   aktive-elemente.htm#kapitel-01-03
Abb. 01-03-05: Im Zylinder ist eine kleine Bohrung, in der das Thermoelement steckt.
    (FB) 
dsco6105_g.jpg
Abb. 02-01-04:  Messingzylinder, mit der Gasflamme erwärmbar.
aus seums.htm#kapitel-03-02
Abb. 03-02-02: Messingzylinder, in einer kleinen Bohrung steckt das Thermoelement. (FB)
beugung-drahtgitter-aequator-zwei-diag07-001.jpg
Abb. 02-01-05: Mit zunehmder Temperatur des Messingzylinders, nimmt die Intensität der Struktur zu.
gemessen als Öffnungswinkel beim SEUMS.
aus seums.htm#kapitel-02
Abb. 02-04: Thermometer, Ein Messingzylinder mit 408 g zeigt mit einer Fläche zum Plattenkondensator. Er wurde mit einer Gasflamme erwärmt. In ihm steckt ein Thermoelement.
Während der Abkühlung in Luft wurden die Ausdehnungen der Strukturen notiert.
Aufgemessen wurden die Elemente in der westlichen Hälfte vom Meßkreis.
Der Zusammenhang zwischen Drehzahl und Winkel am Meßkreis ist fast proportional. (FB)




dsco7460_g.jpg
Abb. 02-01-06: Um diese Hohlkugel aus Edelstahl gibt es bei etwa 20° ein Orbital mit Radius von etwa 3,8 Meter. Es wächst mit zunehmender Temperatur.
aus kugel-orbital.htm#kapitel-02
Abb. 02-14: Auf die Kugel ist ein Thermoelement mit Mantel aus Edelstal geklebt. Es dient zur Messung der Temperatur und zum Anlegen der Gleichspannung (FB)
kugel-orbital-temperatur-spannung-diag06-001.jpg
Abb. 02-01-07: blaue Kurve der Radius wächst mit zunehmender Temperatur:  pro 1 K   1/11 m ~ 9 cm
aus kugel-orbital.htm#kapitel-02
Abb. 02-29: 31.10.2020, bei der großen Kugel (353 g)
Radius gegen Temperatur und Radius gegen Spannung (FB)







2.2  glühender Eisendraht mit Gleichstrom erhitzt


dsco7565-a_g.jpg
Abb. 02-02-01: Glühender Eisendraht, 0,5 mm, ca. 6 A Gleichstrom (FB)
dsco7566_g.jpg
Abb. 02-02-03: Drei Netzteile parallel geschaltet liefern maximal 9 A Gleichstrom.   (FB)
glueh-emission-diag01-001.jpg
Abb. 02-02-03: Der Radius des Orbitals wächst mit zunehmender Leistung linear an mit etwa 1 cm pro Watt.   (Leistung ist etwa proportional zur Temperatur) (FB)



2.3  Glühdraht einer 12 V Glühbirne, Draht einer Feinsicherung


dsco7568_g.jpg
Abb. 02-03-01: Gleicher Aufbau mit einer Glühlampe aus dem Auto, Sofittenlampe (12V)
Die Ausdehnung des inneren und äußeren Orbtials wird entlang vom Maßstab aufgenommen.
Der Maßstab liegt in Nord-Süd-Richtung.  (FB)
dsco7569-a_g.jpg
Abb. 02-03-02: Bestimmung der Radien in Nord- (rechts) und Südrichtung (links)
Links das Netzgerät für Gleichstrom. (FB)
glueh-emission-diag02-001.jpg
Abb. 02-03-03: Radien vom inneren und äußeren Orbital in Nord- und in Südrichtung bei unterschiedlichen Leistungen (Temperaturen)
  • Radien in Richtung Süd sind größer als in Richtung Nord.
  • Der Radius nimmt mit der Leistung zu.
  (FB)
dsco7570_g.jpg
Abb. 02-03-04:  Metallspiegel, Oberflächenspiegel
Wenn die Spiegelseite zur Lampe zeigt, wird die Ausbreitung des Orbitals nach rechts etwas schwächer
Bei umgekehrter Ausrichtung des Spiegels gibt es rechts hinter dem Spiegel keine Struktur.
 (FB)
imn_7221-b_g.jpg
Abb. 02-03-05:  Auch bei dieser Sifitte geht die spürbare Struktur durch diesen Granitklotz hindurch mit kaum wahrnehmbarer Zeitverzögerung.

aus aktive-elemente.htm#kapitel-01-03
Abb. 01-03-06: Die "Strahlung" dieser Struktur  dringt auch durch diesen Granitklotz hindurch.
Auf der Rückseite ist sie dann aufgefächert in einen äußeren und einen inneren Teil.
etwa so wie in Abb. 01-01-24 der obere gelbe und rote Teil ?   20.07.2019
Ändert man den Auftreffwinkel des Bündels, so folgt auch der durchgehende "Strahl" bzw. die Struktur.
 (FB)


dsco7683-a_g.jpg
Abb. 02-03-07: Feinsicherung für 0,315 A, betrieben mit einigen mA  (FB)
dsco7684-a_g.jpg
Abb. 02-03-08:  Versorgung mit Gleichstrom (FB)
dsco7685_g.jpg
Abb. 02-03-09: Feinsicherung, 0,315 A, der Maßstab zeigt nach Süden.
Es gibt eine Struktur mit vier um die Drahtachse konzentrischen Elementen. (FB)
waerme-strahlung-diag02-001.jpg
Abb. 02-03-10: Die jeweiligen Radien der vier Strukturen nehmen mit der elektrischen Leistung zu.
Die Elemente haben etwa gleichen Abstand voneinander. (FB)







wasser-ader-zwei.htm#kapitel-09-01

wasserschlauch-gelb-2018-07-08-xls-diag11-002.jpg
Abb. 02-03-11: horizontaler Stromleiter
aus  wasser-ader-zwei.htm#kapitel-09-01
Abb. 09-01-16: Links und rechts vom Kupferdraht gibt es drei spürbare Zonen, L3,L2,L1 und R1,R2,R3
deren Abstand von der Drahtposition von der Höhe des Stroms abhängt.
Hier spielt das Vorzeichen eine wichtige Rolle. Der Draht liegt in Nord-Süd-Richtung
Die roten Kreise gehören zum Versuch mit Strom durch BNC-Kabel-Innenleiter, statt Kupferdraht
 (FB)
torus-gleichstrom-02-003_g.jpg
Abb. 02-03-12: vertikaler Stromleiter
aus  wasser-ader-zwei.htm#kapitel-09-01
Abb. 09-01-25: Die beobachteten Strukturen um den Stromleiter sind sehr komplex.
Es gibt von innen nach außen
  •  zwei jeweils torusartige Elemente (ein kleiner und ein größerer, Radius ca. 4 cm  und 8 cm)
  •  Doppelschraube
  •  drei Zylinder bei 0.36 uA  innen/außen R = 0.32-0.36  ;    0.64-0.67   ; 0.94-0.98 m





2.4 Strahler mit Halogenstab 500 W

Beobachtung:
In Strahlrichtung gibt es eine spürbare Struktur mit zwei Keulen.
Wenn die Blickrichtung Ost ist, d.h. die Drahtwendel exakt in Nord-Süd ausgerichtet ist,
  dann gibt es ein Minimum bei der Länge der Keulen.


dsco7677_g.jpg
Abb. 02-04-01: Dieser Halogen-Strahler ist für 500 W bei 230 Volt ausgelegt.
Beim Betrieb mit etwa 30 Volt leuchtet er schwach in gelblicher Farbe.
Bei den nachfolgenden Versuchen ist die elektrische Leistung erheblich geringer.
Die Glühwendel leuchtet nicht.  (FB)
dsco7672-a_g.jpg
Abb. 02-04-02: Die Glühwendel befindet sich in einem Quarzrohr. Bei diesen geringen Strömen leuchtet sie nicht.
Schon beim Betrieb mit etwa 2 Volt (73 mA 150 mW) gibt es eine spürbare Struktur mit Radius von etwa 1,5 m.  Bei 3 V (115 mA, 350 mW) sind es rund 2,2 m          Blickrichtung Ost
Die Länge der Struktur hängt von der Orientierung des Strahlers ab. Angaben für Ausrichtung nach Osten.  (FB)
dsco7675-a_g.jpg
Abb. 02-04-03: Netzteil für Gleichspannung (FB)
dsco7673-a_g.jpg
Abb. 02-04-04: Nach Einschalten des Stromes entsteht eine spürbare Struktur in Richtung der Scheinwerferöffnung. Diese 80 mm starke Holzfaserplatte (Dachisolierung) bewirkt, daß die Struktur erst nach wenigen Sekunden hindurchgeht und sich danach allmählich weiter ausbreitet.
"Abschirmkork sollte hochverdichtet sein, damit er sich nicht auflädt"  frei nach Kopschina
abschirmung.htm       /kopschina 2001/
(gilt für Ausrichtung nach Osten) (FB)
dsco7674-a_g.jpg
Abb. 02-04-05: Diese Granitplatte behindert die Ausbreitung einer spürbaren Struktur nicht.
Die Wirkung geht hindurch.  (gilt für Ausrichtung nach Osten) (FB)
imn_9820-a_g.jpg
Abb. 02-04-06: Steht ein Mensch mit dem Oberkörper vor dem Scheinwerfer, wird die spürbare Struktur nicht durchgelassen. Sie wird vom Körper reflektiert.  (gilt für Ausrichtung nach Osten) (FB)











3. Warmes Wasser
3.1 Warmes Wasser im Porzellanbecher




  • Man fülle einen Trinkbecher mit Wasser bei Raumtemperatur und
      bestimme den Radius der den Becher umgebenden spürbaren Struktur.
  • Anschließen wiederhole man die Messung mit warmem Wasser,
        nachdem man etwa eine Minute gewartet hat, bis sich die Becherwandung erwärmt hat.
  • Danach bestimme man den Radius erneut.
  • Anschließend trinke/gieße man die Hälfte vom Wasser wieder aus und bestimme erneut den Radius.
       (Experiment für die Kaffeepause)
Fazit:
  • Bei warmem Wasser ist die Struktur sehr viel größer als bei kaltem Wasser.
  • Halbiert man die Menge des warmen Wasser, schrumpft sie erheblich.
  • Die Oberflächentemperatur der Becherwand hat sich dabei nicht merklich verändert.
     Also kann die Ursache für die Struktur nicht die Oberflächentemperatur des Bechers sein,
     d.h. es handelt sich nicht die Wärmestrahlung im klassischen Sinne!
 


dsco7571-a_g.jpg
Abb. 03-01-01: Becher steht auf einem Holzbrett auf einer Küchenwaage. Die Temperatur wird mit einem Thermoelement gemessen. Die Kamera blickt in Richtung Süden. Nach links (Süd) und rechts (Nord) gehen zwei Maßstäbe. In diesen Richtungen werden die Radien des inneren und des äußeren Orbitals  bestimmt. (FB)
dsco7572-a_g.jpg
Abb. 03-01-02: nach links geht es in Richtung Süden. Es gibt ein inneres und ein äußeres Orbital. (FB)
glueh-emission-diag03-001.jpg
Abb. 03-01-03: Versuch 1 und Versuch 3, Radien von innerem und äußerem Orbital
Unterschiedliche Mengen von warmem Wasser im Trinkbecher bei etwa 68°
Radien in Süd-Richtung  S1 und S3 bzw. in Nord-Richtung  N1 und N3
  • Radien in Richtung Süd sind größer als in Richtung Nord.
  • Der Radius nimmt mit der Masse zu.
(FB)
glueh-emission-diag04-001.jpg
Abb. 03-01-04: Versuch 2  Radien von innerem und äußerem Orbital
Gleiche Menge von warmem Wasser bei unterschiedlichen Temperaturen.
  • Radien in Richtung Süd sind größer als in Richtung Nord.
  • Der Radius nimmt mit der Temperatur zu.
(FB)
waerme-strahlung-diag01-001.jpg
Abb. 03-01-15: Warmes bzw. kaltes Wasser im Becher, jeweils halbvoll bzw. voll.
Die gestrichelten Linien rot und blau sind nahezu parallel. Daraus folgt:
  • Bei Verdopplung der Masse des Wassers vergrößert sich der Radius des Orbitals
       etwa um den Faktor zwei.
  • Bei Erhöhung der Temperatur von 20° auf 44° vergrößert sich der Radius ebenfalls
       etwa um den Faktor zwei.

Strukturen bei einer Feinsicherung 0.315 A, betrieben mit einigen milliAmp. 09.01.21







Spannung /V Strom / mA Leistung / mW Radius / m Radius-2 /m Radius-3 / m Radius-4 / m
0.23 12.30 2.80 0.11 0.25 0.39 0.54
0.36 19.50 7.02 0.21 0.41 0.62 0.84
0.56 30.70 17.19 0.29 0.61 0.94 1.25
0.72 39.15 28.19 0.42 0.84 1.24 1.64








3.2 Unterschied - wärmer oder kälter als die Umgebung


Um jedes der beiden Objekte gibt es ein Orbital, dessen Durchmesser mit der Temperturdifferenz zur Umgebungstemperatur zunimmt. Für kalt und warm gibt es Orbitale mit unterschiedlich spürbaren Qualitäten. 


dsco7669-a_g.jpg
Abb. 03-02-01: Zwei Becher mit Wasser,
links: Wasser etwa 20° wärmer als die Raumtemperatur,
rechts: Wasser etwa 15 ° kälter als die Raumtemperatur
 (FB)
dsco7715_g.jpg
Abb. 03-02-02: Becher mit Schneewasser, Maßstab in Richtung Süden (FB)
waerme-strahlung-diag03-001.jpg
Abb. 03-02-03: Die Radien der Orbital nehmen mit dem Betrag der Differenz zwischen Umgebung- und Wassertemperatur zu.

Die beobachteten Strukturen bestehen aus zwei Elementen mit Radius-1 und Radius-2

Becher mit Schneewasser:
Wasser Temperatur  / °
Luft-Temperatur / °
Differenz
Radius-1
Radius-2
0
20
-20
0.7
1.0
04-40.20.5

Becher mit warmem Wasser:
 Wasser  Temperatur / °
Luft-Temperatur / °
Differenz
Radius-1Radius-2
34
20
+16
0.6
1.1
34
4
+30
0.9
1.3







3.3 Warmes Wasser im gläsernen Isolierglas

Gibt man warmes Wasser in ein gläsernes Isolierglas, so erwärmt sich dessen Außenwand sehr viel langsamer als bei einem einfachen Glas.  Für eine Wärmebildkamera ist das warme Wasser "unsichtbar", sie mißt lediglich die Außentemperatur des Isolierglases.
Die spürbare Struktur  (Orbital) um das warme Wasser herum ist sofort nach dem Eingießen vorhanden und verändert nicht ihre Größe, während das äußere Glas sich erwärmt.
---->  Kamera "sieht" nur einen Teil der Wärmestrahlung.

dsco7573-a_g.jpg
Abb. 03-03-01: Wärmebildkamera, Thermoelement und Isolierglas mit warmem Wasser gefüllt. (FB)
dsco7575-a_g.jpg
Abb. 03-03-02: Wasserglas mit warmem Wasser und Thermoelement (FB)
ir_0240.jpg     ir_0239.jpg
Abb. 03-03-03: Bilder der Wärmebildkamera
(der Temperaturbereich ist bei beiden Bildern gleich, "fixed" )
Von oben, direkt auf das Wasser erscheint eine Temperatur von 75,7°,
von der Seite gesehen ist die Temperatur bei 43,8°
Nach dem Einfüllen des warmem Wassers in das Glas, war das Glas außen auf Zimmertemperatur.
Die Außentemperatur stieg allmählich an.
(FB)





3.4 Wärmezufuhr erzeugt Strukturen wie bei Strömungen



Einige Vorversuche: Anregung für diese Experimente zur Wärmeleitung kommen von hier:
Die "Strömung" in einem stabförmigen Objekt läßt sich an ihrer Wirkung erkennen: es gibt spürbare Strukturen um den Stab herum.
Für die Detektion der Strukturen ist eine Ummantelung (Durchführung) z.B. durch Sand erforderlich.

Es verhalten sich hierbei ähnlich:  fließendes Wasser, strömende Luft, fließender elektrischer Strom, Licht in einem Lichtleiter
und Wärmefluß.
Und zwar reicht beim Wärmefluß auch schon die Erwärmung in einem kurzen Bereich von wenigen Prozent der Länge.
Die spürbaren Strukturen sind über der ganzen Länge zu finden.

dsco7086_g.jpg
Abb. 03-04-01:
aus maxwell-drei.htm#kapitel-04-04-02
Abb. 04-04-02-09: V11, Anregung durch Aufheizen mit Gasflamme, Abkühlung mit Wasser, Kupferrohr, Wenn am Ende ein Temperaturgefälle besteht, dann gibt es eine Struktur, > 4 m . Nach Abkühlen mit Wasser ist die Struktur verschwunden.  (FB)
dsco7099_g.jpg
Abb. 03-04-02:
aus  maxwell-drei.htm#kapitel-04-04-02
Abb. 04-04-02-22: V21, Anregung mit Aufheizen und Abkühlen, 2 mm Schweißdraht.
Wenn Temperaturgefälle vorhanden, dann gibt es eine Struktur am ganzen Stab. (FB)
dsco7100_g.jpg
Abb. 03-04-03: Nur etwa 3 cm erhitzt.
aus   maxwell-drei.htm#kapitel-04-04-02
Abb. 04-04-02-23: V21, Anregung mit Aufheizen und Abkühlen, 2 mm Schweißdraht.
Nur ein kleiner Teil des Stabes wird erhitzt. (FB)




" Es fließt etwas vom Warmen zum Kalten."
  1. Bei Stäben aus Metall, Holz oder Kunststoff führt kurzzeitige Erwärmung (fünf Sekunden) mit der warmen Hand zu torusartigen Strukturen, wie sie bei Strömungen z.B. Luft, Wasser in einem Rohr; Strom in einem Leiter oder Licht in einer Faser zu beobachten sind. Torusradius > 0,5 m. wasserader-zwei.htm
    Etwa 10 Sekunden nach der Erwärmung sind die Tori wieder zusammengefallen. (Daten gelten für 15 mm Aluminiumstab)
  2. Damit verbunden ist eine Vergrößerung der Keulen am nicht erwärmten Ende.
  3. Erwärmt man den Stab in der Mitte, verlängern sich die Keulen an beiden Enden entsprechend.


dsco7712_g.jpg
Abb. 03-04-04: Stäbe aus
v. l.:   Buche, geriffelter Buche, Aluminium, Kupfer, Stahl, Messing, Plexiglas und weißer Kunststoff (FB)
dsco7686_g.jpg
Abb. 03-04-05: Ein langer 15 mm Aluminiumstab, ein kurzer 12 mm 10 mm Eisenstab (Stahl) und ein langer Stab aus Buchenholz. (FB)
dsco7687_g.jpg
Abb. 03-04-06: Erwärmung an einem Ende
Jeder der Stäbe ist ein aktiver Körper, bei dem an jedem Ende keulenartige Strukturen vorhanden sind. Die spürbaren Qualitäten beider Keulensysteme unterscheiden sich.
doppeltorus-doppelt-steht-03-schale-002-a_g.jpg
Schematisch: für System gelb  im Gleichgewicht
            z.B.    Keule  links lang, Typ A                                Keule  rechts kurz  Typ B
            <--Keule-------xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx ----K--<
                                                         (1)                              (2)

Erwärmt man einen dieser Körper mit der warmen Hand oder mit dem Feuerzeug ( ca. 5 Sekunden)
z.B. bei (1) , dann sieht das Bild für einige Sekunden so aus: 

                                         TTTTTTTTTTTTorusTTTTTTTTTTTTT

                          --K----- xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx-----Keule------>+>

                                         TTTTTTTTTTTTorusTTTTTTTTTTTT


Erwärmt man ihn bei (2), dann ist es etwa spiegelbildlich:

                                        TTTTTTTTTTTTorusTTTTTTTTTTTTTTT

         <+<-----Keule------xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx ----K--<

                                        TTTTTTTTTTTTorusTTTTTTTTTTTTTTT

(FB)

doppeltorus-doppelt-02-002-a_g.jpg
Abb. 03-04-07:  System gelb und System rot,  schematisch
Keulenorbitale auf beiden Seiten, Verhältnis der Längen für gelb etwa 2:1, für das
entsprechend gespiegelte Paar mit einer anderen Qualität ist das  Verhältnis umgekehrt  1:2 (FB)
dsco7688_g.jpg
Abb. 03-04-08: Eisenstab, die Längen der Keulen rot und gelb sind mit Hölzern markiert (ohne Erwärmung).
Sie sind etwa im Verhältnis 1:2 bzw. 2:1
Es gibt auf jeder Seite jeweils zwei Keulen.

vorher , System gelb
                                                 <------------- xxxxxxxxxxxxxxxx-----<
                                                                                        
(3)

Nach Erwärmung in der Mitte dehnen sie sich in beide Richtungen aus.
nach etwa drei Sekunden Erwärmung mit dem Feuerzeug

                              <+<------------------------ xxxxxxxxxxxxxxxx------------------->+>

(FB)
dsco7704_g.jpg
Abb. 03-04-09: Zwei Buchenstäbe 12 mm Durchmesser, glatt und geriffelt.
Beim geriffelten Stab reagieren die äußeren Strukturen sehr viel stärker auf leichte Erwärmung mit den Fingern als beim glatten Stab. (FB)




3.5 Wärmestrahlung, Kältestrahlung



dsco7690_g.jpg
Abb. 03-05-01: Schnee auf dem Teller, Temperatur ist wie die Umgebung, keine Struktur spürbar (FB)
dsco7691_g.jpg
Abb. 03-05-02: Schnee auf dem Teller, im Raum ist es etwa zwanzig Grad wärmer. Es gibt größere eine Struktur um den Schnee herum, die im Freien bei Außentemperatur nicht wahrzunehmen war. (FB)


dsco7692_g.jpg
Abb. 03-05-03: Aluminiumstab. Erwärmt man ihn mit warmen Fingern an unteren Ende für einige Sekunden, dann gibt es eine torusartige Struktur entlang des Stabes.
Wärmeleitung durch das metallische Leitung   (FB)
udsco7694_g.jpg
Abb. 03-05-04: Wärmerohre (Heatpipe), Wärmeleitung durch strömenden Wasserdampf.
links:  Schneewasser, rechts warmes Wasser  etwa 15° über Raumtemperatur
Die Strukturen um die beiden Wärmerohre unterscheiden sich in der Qualität. (FB)
dsco7714_g.jpg
Abb. 03-05-15: Wasser mit gleicher Temperatur in beiden Flaschen.
Berührt man gleichzeitig das linke Wärmerohr und das rechte jeweils mit Daumen und Zeigefinger (anstatt der Wäscheklammern), dann strömt (oberhalb der Schraubdeckel) in dem linken Rohr die Wärme der Finger im Rohr nach unten und im rechten Rohr die Wärme nach oben.
Dabei entsteht eine große Wirbelstruktur (Radius > 1 m), die nach dem Entfernen der Finger noch etwa 15 Sekunden anhält und dann kleiner wird. (FB)




Literatur:  b-literatur.htm

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